Wie anziehen? Die Ausrüstungs-Checkliste für Babys und Kinder im Schnee
Winterzeit ist für Kinder Draußenzeit. Während die ganz Kleinen glücklich sind, einfach nur im Schnee zu sitzen und den Schneeflocken zuzuschauen, machen die großen Kinder schon die erste Schneeballschlacht und holen den Schlitten aus dem Keller. Wie Babys und Kinder beim Winterspaß warm und trocken bleiben, erfahrt ihr in diesem Artikel.
von KidsAway-Redaktion
So bleiben Kinder beim Spielen im Schnee warm und trocken

Mit der richtigen Kleidung macht Schnee noch mehr Spaß
© MNStudio - Fotolia.com
- Untere Schicht: Warme Unterwäsche – lange Unterhose und Oberteil mit langen Ärmeln – aus atmungsaktiver Funktionsfaser oder Wolle. Keine Baumwollunterwäsche.
- Mittlere Schicht: Ein Pullover aus Wolle oder eine Jacke Fleece halten schön warm und sind atmungsaktiv.
- Äußere Schicht: Ein Schneeoverall oder eine Kombination aus Schneejacke und Schneehose aus atmungsaktiven, wind- und wasserdichtem Material bietet optimalen Schutz vor Kälte.
2. Schneeanzug: Schneeoveralls und Schneeanzüge gibt es in allen Preis- und Ausführungsklassen, sowohl von Kinderkleidungsspezialisten wie Finkid oder Minymo als auch von bekannten Outdoor-Marken wie Vaude oder Icepeak. Günstig und gut ist Kleidung der Marke Qechua, die ihr über Decathlon kaufen könnt.
Zweiteiler aus Schneejacke und Schneehose funktionieren auch gut. Der Vorteil hier: Größere Kinder, die keine Windel mehr tragen, könnt ihr so schneller und bequemer für das „Geschäft“ ausziehen, und die Kombi aus Jacke und Hose kann auch mal schnell separat gewaschen werden. Jedoch dringt auch leichter Schnee durch die Öffnung am Bauch ein und das Anziehen dauert ein wenig länger. Geschmackssache…
Achtung: Die dicke Winterkleidung muss besonders im Brustbereich unbedingt ausgezogen werden, wenn ihr euer Kind im Auto anschnallt! Die Gurte des Autokindersitzes können sonst nicht richtig angelegt werden, was euer Kind bei einem Unfall sehr gefährdet. Es heißt also: Jacke aus, auch wenn das Auto noch kalt ist. Eine Fleecedecke, über das angeschnallte Kind gelegt, wärmt ebenso gut (und ist nicht vom Toben im Schnee durchnässt).
Babys steckt ihr am besten in einen Fußsack, der Öffnungen für die Gurte der Babyschale hat. Wird es im Auto warm, kann der Fußsack einfach geöffnet werden.
Checkliste
Für aktive Kinder im Schnee:
- wasserfeste Handschuhe (2-fache Ausführung)
- Schal und Mütze oder Schalmütze
- Schneeanzug (oder Schneejacke und Schneehose)
- Warme Skiunterwäsche (2 Lagen) oder Strumpfhose
- Gefütterte Winterstiefel
- warme Socken (2-fache Ausführung)
Wetterschutz:
- Sonnenbrille
- Sunblocker
- Wind- und Wettercreme
Zusätzlich für Babys/Kinder im Kinderwagen/Buggy:
- Schaffell für den Kinderwagen
- Daunen- oder Wolldecke
- Fußsack für den Sportwagen/Buggy
- isolierende Unterlage unter der Matratze
Für Traglinge:
- warme Mütze/Haube
- dünne (!) Jacke und Hose oder Overall
- wenn die Füße heraushängen: warme Schühchen
- dicke Stulpen/Babylegs
- Tragecover mit Kapuze
3. Handschuhe, Mütze, Schal: Die Körperextremitäten (Hände, Füße und Kopf) kühlen besonders schnell aus. Damit euer Kind lange Spaß im Schnee hat, sollte es niemals ohne Mütze, Schal und Handschuhe vor die Tür gehen.
Eine Mütze sollte unbedingt den gesamten Kopf bis in den Nacken und auch die Ohren bedecken. Perfekt sind Schal- oder Schlauchmützen, die den gesamten Kopf umschließen und nur das Gesicht freilassen. Seid ihr bei starkem Wind unterwegs oder saust mit Schlitten und Skiern bergab, müssen die Mütze oder ein Schal auch den unteren Gesichtsbereich schützen, sonst drohen Erfrierungen an den Wangen und eine angefrorene Schniefnase. Besser als ein dick gewickelter Schal eignet sich für Kinder ein Schlauch aus Fleece (erhältlich zum Beispiel über Amazon). Besonders warm halten Mützen mit Fleece-Einsatz. Vorsicht mit Schnürbändern am Hals: Bleibt euer Kind irgendwo mit der Mütze hängen, kann das zu bedrohlichen Situationen führen.
Bei Handschuhen habt Ihr die Wahl zwischen Fingerlingen und Fäustlingen. Mit Fingerhandschuhen kann euer Kind besser nach Dingen greifen. Nachteil: Die Handschuhe lassen sich schwerer anziehen, besonders mit feuchten Händen, und die Finger werden schneller kalt. Zu empfehlen sind sie erst ab etwa fünf Jahren. In Fäustlingen wärmen sich die Finger gegenseitig, dafür ist die Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt.
Nehmt am besten immer ein extra Paar Handschuhe mit, sonst müsst Ihr euren Rodel- oder Skiausflug vorzeitig wegen erfrierenden Fingern beenden.
Um zu vermeiden, dass Kinder ihre Handschuhe verlieren (und das geht schneller, als ihr den Berg runterrutschen könnt): Fädelt durch die Schneejacke oder den Schneeanzug ein Band, an dem die Handschuhe befestigt sind. Handschuhe für Kleinkinder werden meist bereits mit Band verkauft, ihr könnt aber auch einfach ein Band oder einen langen Schnürsenkel an die Handschuhe annähen. Kinderhandschuhe sollten auch immer beschriftet werden, wenn sie mit in den Kindergarten oder in die Skischule genommen werden.
4. Warme Unterwäsche: Erwachsene, die Skifahren gehen, schlüpfen meist in warme Skiunterwäsche, bestehend aus langärmligen Oberteilen und langen Skiunterhosen. Genauso solltet Ihr es mit Eurem Kind halten, wenn es in den Schnee geht.
Statt Strumpfhosen, die für Kinder oft schwierig anzuziehen sind, ständig rutschen und bei nassen Füßen komplett gewechselt werden müssen, bieten sich Thermo-Unterhosen oder Frottee-Leggins an; achtet hier darauf, dass die Bündchen nicht an derselben Stelle des Beins anliegen wie die dazugehörigen Socken. Das kann zu schmerzhaften Druckstellen führen, wenn dazu noch die Stiefel recht eng anliegen.
5. Winterstiefel und Socken: Die Füße sollten in warmen Strümpfen (am wärmsten halten Wollstrümpfe) und gefütterten Winterstiefeln stecken, auch bei Noch-nicht-Läufern. Damit die dicken Stiefel schon beim Anziehen schön warm sind, legt sie während der Fahrt in den Schnee nicht in den Kofferraum eures Autos, sondern wärmt sie im Fußraum an der Heizung vor. Das gilt natürlich auch für zu Hause: Dort sollten die Kinderschuhe nicht im kalten Flur stehen.
6. Sonnenbrille: Für Erwachsene ist das selbstverständlich, bei Babys und Kleinkindern wird dies meist übersehen: Die Augen von kleinen Kindern sind empfindlich und müssen vor hoher UV-Belastung und Sonneneinstrahlung insbesondere beim Winterurlaub im Schnee geschützt werden. Auch für Babys gibt es bereits eine große Auswahl an trendigen Sonnenbrillen.
7. Sunblocker: Weißer Schnee und Höhenlage verstärken die Sonneneinstrahlung. Vor allem in den Bergen gilt deshalb: Alle nicht von Kleidungsstücken bedeckten Körperteile (im Winter ist das meist nur das Gesicht) müssen mit Sunblocker eingecremt und regelmäßig nachgecremt werden.
8. Wind- und Wettercreme: Eine fetthaltige Wind- und Wettercreme schützt die zarte Kinderhaut, vor allem von Babys, vor Kälte und Wind. Sie muss unbedingt wasserfrei sein (lest das Kleingedruckte!) und wird unter dem Sunblocker aufgetragen.
Haben wir etwas in der Liste vergessen? Habt ihr noch weitere Tipps? (Bitte einfach hier klicken und eintragen.)
zurückSeite 2/4vorÜbersicht zu diesem Artikel
- Seite 1: Die Ausrüstungs-Checkliste für Babys und Kinder im Schnee
- Seite 2: Checkliste: Warm und trocken im Winter
- Seite 3: Achtung: Sonderregeln für Tragekinder
- Seite 4: Tipps: Die richtige Winterkleidung wählen
Ist dieser Artikel lesenswert?
Verwandte Artikel auf anderen Internetseiten (Trackbacks)
Aktuelle Umfrage

Kommentar als Gast schreibenKommentare (4)