ADAC-TestergebnisseAutokindersitz-Test 2020 von ADAC und Stiftung Warentest

Update: Der aktuelle Test von ADAC und Stiftung Warentest untersucht 26 neue Autokindersitze. Ergebnis: 19 Kandidaten schneiden "gut" oder sogar "sehr gut" ab. Und auch die schlechteren Ergebnisse - vor allem die zum ersten Mal getesteten faltbaren Sitze - sollten genauer betrachtet werden!

von KidsAway-Redaktion

Seite 4/9 Testergebnisse 2017

Kindersitz-Test Herbst 2017: 16 neue Sitze getestet, davon 12 mit guter Bewertung

Im Oktober 2017 haben Stiftung Warentest und ADAC wieder ein paar neue Autokindersitze getestet. Von den insgesamt 16 neu getesteten Sitzen schnitten 12 mit der Note „gut“ ab, zwei bekamen ein „befriedigend“, zwei wurden mit einem „mangelhaft“ bewertet. Grundsätzlich würde wieder eine große Bandbreite an Größen und Gewichtsklassen angeschaut.

 

Cybex stellt gleich die zwei besten Kindersitze

Mit dem Cybex Aton M i-Size mit Base M i-Size (Note 1,6) sowie dem Cybex Aton M i-Size (Note 1,8) stellt Cybex diesmal gleich zwei der am besten bewerteten Autokindersitze in der Gewichtsklasse i-Size.

In den Kategorien bis 13 kg bzw. bis 36 kg schnitten die Sitze von Recaro bzw. Maxi Cosi am besten ab (jeweils Note 1,9). Hierzu muss allerdings erwähnt werden, dass die Anzahl getesteter Sitze in den einzelnen Kategorien bei 16 Sitzen insgesamt nicht besonders hoch war.

 

Testtabelle: alle „gut“ getesteten Kindersitze im Herbst 2017

Gewichtsklasse Modell Testnote
i-Size Aton M i-Size (45-87 cm) 1,6 (1,8 ohne Base)
GB Vaya i-Size (45-105 cm) 2,3
Nuna Rebl Plus i-Size (40-105 cm) 2,5
Recaro Zero.1 Elite (40-105 cm) 2,5
 0+ (bis 13 kg) Recaro Guardia 1,9 (mit und ohne Smart Click Base)
Recaro Privia Evo 1,9 (auch mit Smart Click Base)
0+ (bis 18 kg) Klippan Kiss 2 Plus 2,5
II/III (15 bis 36 kg) Maxi Cosi Rodi XP 1,9 (2,1 in der Ausführung FIX)

 

Gescheiterter Frontalaufpralltest führt zu zwei mangelhaften Bewertungen

Im Test durchgefallen sind diesmal die zwei Sitze Jané Grand und Recaro Optia & Smart Click Base. Beide scheiterten am Frontalaufpralltest, genauergesagt an der Isofixverbindung, und bekamen deshalb in der mit 50% ins Gewicht fallenden Kategorie „Sicherheit“ eine negative Bewertung.

Interessanterweise schneiden beide Sitze in den restlichen Kategorien (Bedienung, Ergonomie, Schadstoffprüfung, Reinigung/Verarbeitung) recht gut ab.

Wer die Sitze bereits besitzt, kann sie direkt beim Hersteller überprüfen (Jané Grand) bzw. austauschen (Recaro) lassen.

 

Kindersitz-Test Frühjahr 2017: das Gros schneidet „gut“ ab

Unter den getesteten Kindersitzen sind 8 Babyschalen, 12 iSize-Sitze mit Maximalgrößen zwischen 75 und 105 cm und 19 Sitze für ältere Kinder. Vier Sitze können als Reboarder, also rückwärts gerichtet, verwendet werden; der Axkid Wolmax ist nur für den Rückwärts-Einbau vorgesehen. Zwar gibt es keinen einzigen „sehr guten“ Kandidaten, aber dass die Mehrheit der Sitze „gut“ oder wenigstens „befriedigend“ abschneidet, beruhigt Eltern sehr. Selbst von den vier durchgefallenen Autokindersitzen wurden nur zwei tatsächlich wegen mangelhafter Sicherheit abgewertet.

 

Testtabelle: alle „gut“ getesteten Kindersitze im Frühjahr 2017

Gewichtsklasse Modell Testnote
i-Size Stokke iZi Go Modular (40-75 cm) 1,8 (1,9 mit Isofix-Base)
Britax Römer Baby-Safe (40-83 cm) 1,9 (1,7 mit i-Size Base, 1,8 mit Flex-Base)
Nuna Pipa Icon (40-85 cm) 2,0 (1,8 mit Base)
Recaro Zero (40-105 cm) 2,3
Maxkid AxissFix Plus (45-105 cm) 2,3
0+ (bis 13 kg) Cybex Aton 5 1,6 (1,7 mit Isofix-Base, 1,9 mit Base 2-fix)
GB Idan 1,8 (auch mit Base-Fix)
I/II/III (9 bis 36 kg) Cybex Pallas M SL 1,9 (auch mit Isofix)
Kiddy Guardianfix 3 1,9
II/III (15 bis 36 kg) Cybex Solution M SL 1,7 (auch mit Isofix)
Kiddy Cruiserfix 3 1,8
Baier Adefix 2,1
Baier Adebar 2,2

Viele der Autokindersitze tauchen mehrfach in den Testtabellen des ADAC auf, da sie in verschiedenen Einbauvarianten gecrasht wurden – mit Isofix-Basis und angeschnallt. Nur selten gab es dabei größere Unterschiede. Isofix ist also nicht deutlich sicherer als gegurtete Sitze – wer beim Einbau sorgfältig mit den Gurten umgeht, hat einen sicheren (und ohne Isofix meist auch günstigeren) Autositz. Das wichtigste Ergebnis für uns Eltern: In jeder Kindersitz-Gruppe gibt es gute und bezahlbare Modelle, die unseren Kindern umfassende Sicherheit bieten.

 

Reboarder im Test Frühjahr 2017: Besser als ihr Testergebnis!

Kindersitze, die sich über mehrere Altersgruppen hinweg vorwärts und rückwärts gerichtet verwenden lassen, testet der ADAC leider nach wie vor nicht separat – bzw. werden die dabei erzielten Testnoten im Ergebnis für uns Verbraucher nur zusammengefasst mitgeteilt. Das wird Allrounder-Sitzen wie diesmal dem Axkid Wolmax leider regelmäßig zum Verhängnis. Der ADAC möchte Eltern nicht verunsichern, indem er für einen Sitz verschiedene Testergebnisse und Einzelnoten veröffentlicht. Deshalb wird jeweils nur das schlechteste Ergebnis aus den einzelnen Sicherheitstests für die Sicherheitsnote herangezogen. Wer einen Allrounder in allen Altersstufen und Einbauvarianten verwenden will, kann sich so am „schlimmstmöglichen“ Ergebnis orientieren. Wer einen variabel verwendbaren Sitz aber nur als Reboarder verwenden möchte, der muss die Testergebnisse sehr genau lesen und eventuell auch beim ADAC die Einzelergebnisse anfordern. Die getesteten Reboarder sind:

  • Recaro Zero i-Size (war bereits im letzten Test als ECE-Variante „gut“ getestet), Testnote: 2,3 – aber Testnote im Rückwärts-Crash: 1,5!
  • Joie Spin 360 (bis 18 kg): Gesamt-Testnote 2,8  – aber Testnote im Rückwärts-Crash: 1,5!
  • Takata Midi i-Size, Testnote: 2,9 – aber Testnote im Rückwärts-Crash: 1,2!
  • Axkid Wolmax, Testnote: 3,8 (Abwertung wegen schwierigem Einbau) – aber Testnote im Rückwärts-Crash: 1,6!

 

Nur zwei Kindersitze sind wirklich „mangelhaft“

Der Joolz iZi Go Babyschale (getestet in zwei Varianten) wurden die Schadstoffergebnisse zum Verhängnis – die Babyschale ist zwar baugleich mit dem Testsieger Stokke iZi Go und daher in puncto Sicherheit genauso gut. In ihrem Bezug fanden die Tester jedoch das Flammschutzmittel TCPP, was zu einer gravierenden Abwertung führte. Richtig gefährlich sind nur zwei Kindersitze: Der relativ preisgünstige LCP Kids Saturn iFix (9 bis 36 kg) zeigte eine gravierende Schwäche beim Frontalaufpralltest. Bei älteren Kindern, die mit dem Dreipunktgurt angeschnallt werden, verläuft der Beckengurt über die Seitenwangen der Sitzschale und liegt dann viel zu hoch – quer über dem Bauch des Kindes. Die Gefahr innerer Verletzungen bei einem Frontalaufprall ist dadurch sehr hoch. Der LCP Kids Saturn lässt sich ausschließlich mit Isofix und Top Tether befestigen und darf nicht mit dem Fahrzeuggurt angeschnallt werden; insofern werden ihn in Deutschland ohnehin nur wenige Eltern verwenden. Der Casualplay Multipolaris Fix ist ein Fangkörpersitz, der ebenfalls von 9 bis 36 kg zugelassen ist. Beim Frontalaufpralltest mit dem kleinsten Dummy-Modell drehte sich dieser aus dem Sitz heraus. Verwendet Fangkörpersitze bitte generell nicht für so kleine Kinder; bis mindestens zum 2. Geburtstag sollten sie in einem rückwärts gerichteten Sitz fahren!  


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